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UE
Beiträge: 2 | Punkte: 6 | Zuletzt Online: 15.08.2013
Name
Uwe Ernst
Geburtsdatum
14. August 1963
Wohnort
99427 Weimar, Lützendorfer Strasse 23
Registriert am:
18.11.2011
Geschlecht
männlich
    • UE hat einen neuen Beitrag "betrifft ja nicht nur Sperrung" geschrieben. 15.08.2013

      Ich bin seit langem wieder mal hier, und da finde ich doch gleich wieder ein Thema, wo ich gerne auch mein Senf dazu geben möchte. Die erste Frage, die sich mir stellt, ist Mister Anonym denn überhaupt ein Heimkind gewesen? Denn nach seinen Aussagen und Bemerkungen bin ich der Meinung, er hat nie ein Heim von innen gesehen. Wir hatten so ein ähnliches Thema schon einmal, jammernde Ex-Heimkinder. Ich bin über fünf Jahre im Heim gewesen, und ich denke da mitreden zu können. Bei mir war es auch so, das ich im Heim erst einmal erfahren habe, was es bedeutet, Kind zu sein. In meinem Elternhaus regierte Bruder Alkohol und dann die dazugehörenden jähzornigen Ausbrüche. Ich habe früh Prügel bezogen, für das was ich am Tag anstellen werde und am Abend für das, was ich nun wirklich angestellt habe. Und wenn da mal nichts war, dann wurde schon ein Grund für die tägliche Prügel gefunden. Als ich 8 Jahre alt geworden bin, wurden meine Geschwister geboren. Mit diesem Tag, oder besser gesagt mit der Ankunft der Beiden, sie sind Zwillinge, hat sich mein Leben noch einmal schlagartig geändert. Vorher waren meine Aufgaben nur der komplette Haushalt, so mit Wäsche waschen, natürlich gab es da noch keine Waschmaschinen, über Bohnern, die Dielen mussten glänzen, den Einkauf, und um meine Mutter kümmern, denn sie war fast blind, neben den normalen alltäglichen Haushaltsarbeiten. Übrigens Saufen konnte sie aber auch blind, war kein Problem für sie. Dann kamen da noch meine Geschwister, zum Stillen bringen, Windeln wechseln, waschen die koplette Babypflege. Dazu kamen die regelmäßigen Arztbesuche, Impfungen, das alles, was normaler Weise die Arbeit der Eltern war. Sie haben dann eine Ernährungsstöung bekommen, da habe ich sie ins Krankenhaus gebracht. Sie hatten eine Vorhautverengung, ich habe sie ins Krankenhaus gebracht, dann Essen machen, füttern usw.
      Dann kamen sie in den Kindergarten, da habe ich sie frühs vor meiner Schule mit dem Bus in ein Vorort von uns gebracht und nach der Schule wieder abgeholt, Mittag, Haushalt, dann mal meine Hausaufgaben, dann schon wieder Abendessen. Dies soll nicht meine Lebensgeschichte werden, aber mal ein kleinen Einblick in meine Kindheit. Als dann meine Mutter, mein Vater war wieder mal im Knast wegen KIndesmisshandlung an mir, wieder mal auf Sauftour mit irgend welchen Typen ist, sie gingen so meist eine Woche, oder etwas länger, ging mir das Geld aus, und wir hatten nichts mehr zu essen im Haus. Das war zuvor noch nicht passiert, konnte die Zeit, wo ich alleine mit meinen Geschwistern war, habe ich dann meine Geschwister mit in die Schule genommen, und dann ging alles seinen Lauf. Ich kannte das Heim, was ich mir so gar selber ausgesucht habe, von geglegentlichen nächtlichen Übernachtungen, bevor meine Geschwister auf die Welt kamen.
      Die beiden kamen in ein Vorschulheim, denn sie waren da erst drei Jahre alt. Klar, kamst dort rein, oh ein Neuer, und die üblichen Spielchen, wie sie in der Schule auch nicht anders waren.
      Aber ich wusste gar nichts mit meiner Zeit anzufangen, ich habe mich richtig wohl gefühlt. Das mal so am Rande.
      Ich bin der Meinung, man muss erst einmal die verschiedenen Heimarten auseinander halten, denn je nach Einrichtung waren ja auch die Erziehungs und Diziplinarmethoden unterschiedlich.
      Und seine wir doch mal ehrlich, wer in ein schwererziehbaren Heim kam, oder gar in einem Jugendwerkhof, die haben auch dementsprechend genügend angestellt, umsonst ist dort keiner rein gekommen. Es war etwas schwieriger, wenn die Erzieher in den Heimen noch von der alten Schule waren, die hatten noch etwas andere Ansichten über Erziehung und Strafen. Wenn wir Mist gebaut haben, gab es Anfangs auch noch mal ein Katzenkopf, oder die Ohren wurden immer länger, aber das war wirklich ein seltener Fall, und auch nur, wenn du richtig Mist gebaut hast. Im Großen und Ganzen war mein Heimaufenthalt mit meinem Elternhaus überhaupt nicht zu vergleichen. Das war wie das Paradies auf Erden, anders kann ich es nicht beschreiben, und ich bin heute noch froh darüber, im Heim die letzten Jahre Schulzeit verbringen zu dürfen und verbracht zu haben.
      Wenn ich solch Diskussionen höre, wo die Heime schlecht gemacht werden, da geht mir die Hutschnur hoch. Wie hier schon viel gesagt wurde, aber immer wieder richtig ist, die Heime waren nicht alle gleich. Es wurden Medienberichte angesprochen, wau, jeder nromal durchschnittlicher Mensch weiß, wie da aufgebauscht wird. Da wird ein Medienrummel gemacht, und klar, jeder der damit nie etwas zu tun hatte, denkt, man was sind denn das für Zustände in den Heimen. Aber bevor man sich dann als Aussenstehender ein Urteil erlauben will, sollte man sich richtig informieren, und nicht einfach naplabbern, was Hunz und Kunz von sich gibt, und wie BE es schon anmerkte, nicht mit fremden Meinungen hausieren gehen. Eine eigene Meinung, dasist das Einzige, was zählt, und dann dazu stehen und keine hohlen Frasen kloppen.
      Ich möchte niemand einen Lügner nennen, aber vielleicht sollten mal die Erinnerungen ins rechte Licht gebracht werden. Oft wird behauptet, das der Staat die Kinder den Familien einfach weggenommen haben, und am Ende stellt sich raus, das die Eltern nicht in der Lage waren, für sich selber, geschweige dann für die Kinder zu sorgen. Als Kind hat man eine ganz andere Auffassung der Ereignisse, die dann im erwachsen sein zu Irrtümern führt. Ich habe es selber erlebt, da ich ein wenig mit dem Jugendamt zu gehabt habe. Dakommen die ehemaligen Kinder rein, schnauzen rum, scheiß Heim, scheiß Staat, und wenn sie dann mit den Tatsachen konfrontiert werden, werden sie immer kleiner und müssen einsehen, dass sie im Unrecht waren.
      Natürlich gab es bei den Erziehern schwarze Schafe, wie in jeder anderen Stelle dies auch möglich ist. Wir wollen ja nicht noch die Priester oder Pfaffen hier mit ins Boot holen, denn nicht alle sind mit einem Fehlverhalten behaftet.
      Die Einrichtungen und teilweise die Utensilien für die Freizeitbeschäftigung war nicht überall zufrieden stellend, aber dafür konnten doch die Erzieher nichts, und deswegen ist doch das Heim nicht gleich schlecht gewesen.
      Wiedergutmachung an Heimkindern, wird sehr hoch gespielt, betrifft doch aber die Wenigsten, es wird nur gejammert und geschimpft, aber keiner von denen übernimmt mal die Verantwortung für sein tun und handeln. Nein, es ist einfacher allen anderen die Schuld für das eigene Versagen zu geben, nur nicht sich selbst.
      Jedes Kind kommt mal an einen Punkt, wo man reif genug ist, wo man erwqachsen genug ist, wo man intilligent genug ist, um zu entscheiden, welchen Weg man nun beschreitet. Und an dieser Entscheidung ist kein Heim, gut oder schlecht, keine versaute Kindheit, verkommendes Elternhaus für verantwortlich, nur die Person selber entscheidet sich für einen Weg, und das sollte mal keiner vergessen. Ich sehe das nicht mal so, wie hier schon angesprochen, mit dem "arbeitsscheuen Pack", Sorry, ist nicht mein Ausdruck, aber wie wieviele von denen waren denn wirklich im Heim?
      Hier wurde angesprochen, Appellplatz, maschieren usw. und? hats geschadet? Ich sage ganz ehrlich, man sieht genau wer bei der Fahne gedient hat, da wurde vielen noch was beigebracht, was Ordnung und Diziplin angeht, und nichts anders wurde uns im Heim beigebracht, natürlich mit weniger Drill, aber schon mit Nachdruck. Und da kann ich genau wieder fragen, hat es einen geschadet?, nein, es kommt aber darauf an, was man davon mit nimmt, in sein eigenes Leben, und es auch dementsprechend umsetzt. Aber wie schon vorhin geschrieben, jeder muss es selber machen, die Kindheit ist vorbei, wo andere deinen Dreck weggeräumt haben und deine Fehler teilweise ausgebügelt haben.
      Aber da sitzen sie den ganzen Tag vor der Glotze, schauen das primitive gern Hartz-TV genannt, denken da etwas zu lernen oder zu erfahren und geben dann nur geistigen Dünnschiss ab.
      Es ist wirklich traurig das man dann in solchen Foren sich dann mit diesen Menschen auseinander setzen muss, weil ein die Bemerkungen und Äusserungen schon beleidigend vorkommen und oft auch noch ohne jeglicher Grundlage in den Raum geworfen werden.
      Und danke BE und Bollo, wer etwas zu sagen hat, soll es im Angesicht des Gegenüber machen, oder in diesem Fall den Arsch in der Hose haben und seinen Namen nennen.

    • UE hat einen neuen Beitrag "jammernde exheimkinder" geschrieben. 30.12.2012

      Also da kann und will ich dir ohne Wenn und Aber Recht geben. Auch ich kann diese "Ausrede" - was kann ich denn dafür, ich bin im Heim gewesen- nicht mehr hören, und auch nicht akzeptieren.
      Es stimmt, es ist nun mal ein etwas anderes Leben, als in einer Familie zu Hause. Aber eine Familie waren wir doch trotzdem. Streitereien unter Geschwistern, die gibts es dort auch, aber wenn uns jemand von Außen angegriffen hat, dann waren wir eine Familie, da wurde keiner im Stich gelassen. Und wie du schon schreibst, es ist etwas anders wie zu Hause, aber nicht schlechter. Manche kinderreiche Familien würden sich unser damaliges Heimleben gerne herbei wünschen.
      Aber um auf den Punkt zu kommen, ich finde es traurig für seine Fehler und Dumm- oder Faulheit nicht selber die Verantwortung zu übernehmen. Nicht der Heimaufenthalt ist für späteres Fehlverhalten verantwortlich, nur die Person, die den Fehler gemacht hat. Jeder ist für sein Auftreten, Verhalten und Handeln selber verantwortlich, und keine Vergangenheit. Die Vergangenheit soll ein Lehrmeister für das laufende und weitere Leben sein, und nicht der Sündenbock. Nur der Mensch selber hat nichts aus der Vergangenheit gelernt und sich meist an die falschen Freunde und Bekannten gehangen, aber es ist natürlich leichter die Schuld immer weit weg zu schieben, nur nicht selber übernehmen, traurig, traurig.

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UE
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